Alkalischer Rötling / Entoloma nidorosum

+++ Infos zum Pilz +++
Erkennungsmerkmale:
Bis 9 cm breit und hoch. Erst halbrund
später flach mit nabelähnlicher Vertiefung in der
Mitte.
Farbe des Hutes:
Graubraun
Farbe des Stieles:
Weißgrau
Aussehen der Lamellen:
Anfangs Weiß, später rosa
Wo findet man ihn ?
Laubwald, in Hexenringen
Zeitraum:
Verwechslungsmöglichkeiten:
starker Amoniakgeruchs, deshalb schwer verwechselbar
giftig!!!
Beschreibung
Der Alkalische Rötling, wissenschaftlich bekannt als Entoloma nidorosum, ist ein seltener Pilz, der zur Familie der Rötlinge gehört. Er bevorzugt alkalische, kalkhaltige Böden und wird häufig in lichten Wäldern, Gebüschen oder auf Wiesen gefunden. Dieser Pilz ist vor allem im Herbst anzutreffen, wobei er auf die Nähe zu bestimmten Baumarten angewiesen ist, da er als Mykorrhiza-Pilz eine symbiotische Beziehung zu diesen eingeht. Die genauen Standorte variieren, doch ist er vor allem in Europa verbreitet.
Das Erscheinungsbild des Alkalischen Rötlings ist durch seinen oft leicht gewölbten bis ausgebreiteten Hut geprägt, der in verschiedenen Brauntönen schimmert. Die Oberfläche ist meist glatt und leicht klebrig, besonders bei feuchter Witterung. Der Hutdurchmesser variiert zwischen drei und acht Zentimetern, während der Stiel meist zylindrisch und in der Farbe des Hutes gehalten ist, jedoch heller erscheinen kann. Die Lamellen sind weißlich bis cremefarben und nehmen mit zunehmendem Alter des Pilzes eine leicht rosafarbene Tönung an.
Ein weiteres charakteristisches Merkmal des Alkalischen Rötlings ist sein Geruch, der häufig als unangenehm und leicht stechend beschrieben wird. Dieser Geruch, der an Ammoniak oder nasse Wolle erinnern kann, ist ein Hinweis auf den Pilz und hilft oft bei seiner Identifikation. Trotz seines wenig einladenden Geruchs ist der Pilz nicht giftig, wird aber aufgrund seines Geschmacks und Geruchs selten gesammelt oder verzehrt.
Die Rolle dieses Pilzes im Ökosystem ist nicht zu unterschätzen. Als Mykorrhiza-Partner unterstützt er Bäume und Pflanzen in seiner Umgebung, indem er die Nährstoffaufnahme fördert und dabei selbst von den Stoffen profitiert, die die Pflanzen abgeben. Seine Seltenheit macht ihn zu einem schützenswerten Bestandteil der Pilzwelt, und er ist ein Indikator für ökologisch wertvolle und wenig gestörte Habitate. Aus diesen Gründen steht der Alkalische Rötling in einigen Regionen unter besonderem Schutz.
Verwechslungsgefahr
Der Alkalische Rötling kann leicht mit anderen Pilzarten der Gattung Entoloma verwechselt werden, da viele dieser Arten ähnliche Farbgebungen und Wachstumsbedingungen aufweisen. Besonders häufig besteht eine Verwechslungsgefahr mit dem giftigen Ziegelroten Rötling (Entoloma sinuatum), der ähnliche Hut- und Lamellenfarben zeigt. Ein weiteres Unterscheidungsmerkmal ist der Geruch, da der Alkalische Rötling durch seinen charakteristischen stechenden Geruch auffällt, während andere Rötlinge oft neutral oder leicht süßlich riechen.
Die genaue Bestimmung des Alkalischen Rötlings erfordert oft eine mikroskopische Untersuchung. Die Sporen dieses Pilzes sind unregelmäßig eckig und farblos, was sie von anderen Arten unterscheiden kann. Diese Merkmale sind wichtig, da einige Arten der Gattung Entoloma toxisch sind und für Menschen gesundheitliche Risiken bergen. Für Sammler und Mykologen wird daher empfohlen, bei Unsicherheiten auf das Sammeln oder Verzehren zu verzichten und im Zweifel einen Experten zu konsultieren.
Fortpflanzung und Sporen
Der Alkalische Rötling vermehrt sich über Sporen, die in den Lamellen seines Fruchtkörpers gebildet werden. Diese Sporen sind winzig, farblos und unter dem Mikroskop als unregelmäßig eckige Strukturen erkennbar, ein typisches Merkmal der Gattung Entoloma. Die Sporen werden vom Wind verbreitet und können so neue Lebensräume besiedeln, sofern die Umweltbedingungen, wie alkalische Böden und eine passende Symbiose mit Bäumen, gegeben sind.
Die Fruchtkörper des Pilzes erscheinen in der Regel im Herbst, wenn die feuchten und gemäßigten Klimabedingungen die Sporenproduktion begünstigen. Die Entwicklung eines Fruchtkörpers ist ein Zeichen dafür, dass der Pilz seine Lebensgrundlagen im Boden gesichert hat und nun seine Fortpflanzungsphase einleitet. Diese Phase ist entscheidend für die Erhaltung der Art und ihre Ausbreitung in geeigneten Habitaten.
Die Sporen des Alkalischen Rötlings spielen auch eine zentrale Rolle in der Mykologie, da ihre charakteristische Form zur genauen Bestimmung des Pilzes beiträgt. Ihre einzigartige Struktur hilft dabei, den Pilz von ähnlichen Arten zu unterscheiden, die möglicherweise toxisch sein könnten. Dies ist insbesondere für die wissenschaftliche Dokumentation und den Schutz der Art von großer Bedeutung.
Tierlexikon - Fussballspieler - Krokodile - Wirtschaft Lexikon - Baumarten